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Meine Lieblingstipps zum Thema Neubau/Umbau - Grundrissplanung

Der Grundriss ist die Basis für dein neues Traumhaus - auf diesem bauen alle weiteren gestalterischen und konstruktiven Maßnahmen auf. Daher ist es besonders wichtig, dass dieser durchdacht, organisiert und gut überlegt ist.

Im Internet findest du nahezu unendlich viele verschiedene Beispiele und Inspiration für tolle und schöne Grundrisse – diese müssen aber nicht unbedingt für dich passend sein. Das Haus sollte den individuellen Bedürfnissen der gesamten Familie gerecht werden, um im Alltag optimal zu funktionieren. Investiere daher genügend Zeit in den für dich/euch perfekten Grundriss. Welche Punkte du besonders beachten solltest – an die du im Moment vielleicht noch gar nicht denkst – habe ich dir hier zusammengestellt!



Tipp #1: Rahmenbedingungen berücksichtigen


Sowohl beim Hausbau als auch beim Hausumbau gibt es bauliche Grenzen, die rechtlich oder technisch vorgegeben sind – Abweichungen und Ausnahmen sind oft möglich, kosten dich aber zusätzlich Zeit, Geld und Nerven! Das lässt sich vermeiden, indem du diese Rahmenbedingungen bereits von Anfang an kennst und berücksichtigst.

Bei einem Neubau gibt es vorrangig rechtliche Regelungen – diese können Maximalmaße vorgeben, wie beispielsweise die Gebäudehöhe, Anzahl der Geschoße, Abstandflächen, bebaubare Fläche, etc., aber auch die optische Gestaltung beeinflussen durch z.B. die maximale oder minimale Gebäudehöhe.

Bei einem Umbau hast du, je nach Ausmaß der Umbauarbeiten, vor allem bauliche Vorgaben durch das bestehende Gebäude. Tragende Wände oder Fensteröffnungen können die Möglichkeiten der Gestaltung beschränken. Hast du gröbere Änderungen vor, wie Zubauten, Aufstockung von Geschoßen, etc. musst du auch die rechtlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen!

Achtung: Unabhängig davon welches Projekt du geplant hast, ist es wichtig einige Punkte wie Raumgrößen, Belichtung, Ausrichtung, etc. auch von Anfang an mit zu bedenken! Achte darauf, keine zu kleinen Räume zu planen und diese mit genügend Tageslicht zu versorgen!



Tipp #2: Raumkonzept erstellen


Für das Raumkonzept solltest du dir zuerst überlegen, welche Räume du benötigst! Nur mit einer Auflistung der verschiedenen Zimmer ist es hier aber noch nicht getan – ein gut organisierter und ideal ausgenutzter Grundriss benötigt mehr Informationen!

Um die Raumgrößen festzulegen, überlege dir genau was in welchem Raum stattfinden soll und welche Funktionen wo untergebracht werden sollen. Hast du zum Beispiel einen Schrankraum zusätzlich zum Schlafzimmer eingeplant, kann das Schlafzimmer kleiner ausfallen. Hier musst du nur noch die Funktion Schlafen unterbringen (und du musst keinen Platz für einen Kleiderschrank berücksichtigen). Für die Anordnung der Räume ist der Tagesablauf aller Bewohner wichtig. Wer nutzt welchen Raum wann? Gibt es genug Rückzugsmöglichkeiten? Überlege dir auch, welche Wege jeder in eurem Zuhause sehr oft zurücklegt und halte diese möglichst kurz!



Tipp #3: Funktionalität & Flexibilität bedenken


Ein guter durchdachter Grundriss nutzt jeden Bereich effizient aus und ermöglicht auch Anpassungen durch Veränderungen in den Lebensumständen.

Schaffe Räume, die mehrfach und auch anderweitig genutzt werden können, wenn ihre eigentliche Funktion nicht permanent benötigt wird. Ein extra Gästezimmer kann schnell Platz verschwenden im Grundriss – denn wie oft hat man wirklich Übernachtungsgäste im Haus? Spare diesen Raum ein (vielleicht ist auch ein ausziehbares Sofa im Wohnzimmer ausreichend) oder kombiniere ihn mit einer anderen Funktion, wie einem Büro. Den Arbeitsplatz benötigst du nachts oder am Wochenende meist nicht, da kann dann dein Besuch untergebracht werden. Generell ist ein offener Grundriss mit wenigen Innenwänden günstiger zu realisieren und einfacher einzurichten – nutze Möbel als Trennung der unterschiedlichen Bereiche.

Neben der Funktionalität ist auch die Flexibilität ein wichtiger Punkt für einen guten Grundriss. Dabei geht es nicht nur um die Flexibilität in der parallelen Nutzung - wie gerade beschrieben – sondern vor allem auch um die Nutzung in der Zukunft. Gleich große Räume mit einfachen Trennwänden ermöglichen später eine einfachere Alternativnutzung und Veränderung der Räume!


Tipp #4: Kosten einsparen


Das erste und meist einfachste Einsparungspotential beim Hausbau ist die Einsparung von Fläche. Jeder gebaute Quadratmeter kostet Geld – ein gut überlegter und durchdachter Grundriss kann auf einer kleineren Fläche realisiert werden.


Besonders bei der Erschließung kannst du durch eine schlaue Anordnung der Räume viel Fläche einsparen. Diese Gangflächen werden meist wenig genutzt und dienen nur dem Erreichen der einzelnen Räume. Eine zentrale Erschließung, sowohl vertikal über die Treppe, als auch horizontal über Gangbereiche ermöglichen kurze Wege und sparen Fläche!

Auch beim Umbau macht es häufig Sinn die bestehende Treppe neu anzuordnen. Durch kreative Lösungen und effiziente Raumnutzungen kannst du oft alle deine erforderlichen Räume und Funktionen in den vorhanden Mauern unterbringen und ersparst dir so Zusatzkosten für einen möglichen Zubau oder Ausbau!

Achtung: Bei einem neuen Treppendurchbruch muss die statische Umsetzbarkeit rechtzeitig geklärt werden

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